Soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit
Bewusst viel Handarbeit und wenig Maschine
Unsere Arbeit ist manuell, wir verwenden kein High Tech oder chemische Zusätze und garantieren, dass Anbau und Produktion nachhaltig, umweltfreundlich und sozial ausgewogen sind.
Wir führen strenge Umwelts- und Qualitätskontrollen für alle Schritte der Kakaoverarbeitung und Schokoladenproduktion durch.
Das Konzept der Ursprungsschokolade nimmt durch Mashpi Chocolate Artesanal und unsere Farm Gestalt an: exzellente Qualitätsschokolade auf der Basis von endemischem Kakao und Früchten aus 100 Prozent biologischem Anbau.
Wir verarbeiten den gesamten Kakao und produzieren Schokolade auf unserer Farm. (Quelle: http://chocomashpi.com/chocolate-artesanal-mashpi)
„Wir bieten Führungen durch die Farm und auch Wanderungen mit Vogelbeobachtung an“, sagt Agustina. Durch die Einnahmen aus dem Verkauf von Schokolade und Obstprodukten sowie Führungen ist die Farm selbsttragend und sichert den Unterhalt der Menschen, die ihre Arbeit und ihr Leben diesem Projekt widmen.
Von Märkten und Zertifizierung
„Unsere Produkte verfügen neben der Bio-Zertifizierung für Märkte in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten über ein nationales Sanitärregister“, sagt Agustina. „Nach einer Bestandsaufnahme des Marketings haben wir allerdings festgestellt, dass es günstiger ist, uns hauptsächlich auf dem lokalen und nationalen Markt zu konzentrieren.“ Die jährlich fällige Zertifizierung ist kostspielig, um Produkte nach Europa und in andere Teile der Welt verkaufen zu können. Zudem hinterfragen Agustina und Alejo zu Recht die mangelnde Ernsthaftigkeit der Verfahren dieser Zertifizierungen. „Die in der Regel ausländischen Unternehmen schicken zur Zertifizierung junge Fachleute, die den Anbau selbst gar nicht prüfen, sondern nur schriftliche Unterlagen evaluieren. Das finden wir sehr fragwürdig.“ Für jede Warensendung an Märkte in Übersee fallen ausserdem hohe Transaktionskosten an. Anstatt große Mengen produziert man auf der Farm eine breite Palette von Produkten und sucht mittlerweile nahe Märkte.
Kollaborative Logik
Pioniergeist
Quintessenzen in Richtung Zukunft
1
2
Produzieren bei ökologischer Gerechtigkeit, Weiterverarbeitung, die auf Qualität statt Quantität setzt, und lokale Zirkularkreisläufe, die kollaboratives Wirtschaften ermöglichen.
3
Mit jeder Tafel Schokolade ein Schritt weiter in Richtung Zukunftstauglichkeit.
Der Text, der auf Besuche und Gespräche vor Ort basiert, wurde von Jorge Krekeler (Berater Misereor als AGEH Fachkraft) erstellt, zunächst jedoch mit den Interviewpartnern konsensfähig gemacht. Besonderen Dank gilt Agustina Arcos von Mashpi Chocolate Artesanal und Javier Carrera vom Netzwerk Red Guardianes de Semilla.
Nach fünf Jahren besuchten wir Agustina und Alejandros Farm in Mashpi erneut. Sie setzen sich weiterhin für Bio-Kakao, Umweltschutz, ökologische Gerechtigkeit und die kollaborative Wirtschaft ein und festigen so ihren Weg hin zu einem nachhaltigen und motivierenden Modell. Lesen Sie hier das Update dieser inspirierenden Geschichte.
Autoren:
- Jorge Krekeler / jorge.krekeler@posteo.de
Layout:
- Nicole Maron
Fotomaterial:
Kontaktangaben in Bezug auf dokumentierte Erfahrung:
Agustina Arcos – Mashpi Chocolate Artesanal, email:
contact@chocomashpi.com
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www.chocomashpi.com
Javier Carrera – Red Guardianes de Semilla, email: info@redsemillas.org
www.redsemillas.org



